Aktuell

oe24.at vom 17. August 2015

Wien: Freunde glauben an Mord. Die Polizei an Fahrlässigkeit.

Cafer I. (65), der seit 30 Jahren im Haus in der Esterházygasse wohnte, wollte seine Wohnung nicht aufgeben. Monatelange Verhandlungen mit dem Hausbesitzer, der die alten Wohnungen derzeit in Luxusappartements verwandeln lässt, scheiterten.

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oe24.at vom 15. August 2014

Der Tod eines 65-jährigen Mieters, der nicht weichen wollte, bleibt weiter rätselhaft.

Cafer I. war der letzte Mieter im Zinshaus in der Esterházygasse. Das Gebäude wird derzeit saniert, aus den Wohnungen sollen Luxus-Appartements werden. Cafer I. sollte wie alle anderen Mieter seine Wohnung, in der er seit 1984 lebte, verlassen. Seit mehr als einem Jahr liefen die Verhandlungen zwischen den Besitzern und Cafer I.

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Anja Melzer, Der Standard vom 12. August 2014

Ein Zinshaus in Mariahilf soll generalsaniert werden, die Bewohner mussten ausziehen. Einer weigerte sich. Nun wurde er tot aufgefunden – von Baugittern erdrückt

Wien – Die Samstage von Cafer I. hatten einen geregelten Ablauf: Erst holte er sich eine Topfengolatsche vom Bäcker, dann ging er in die Sauna. Am Samstag, dem 2. August, war die Sporttasche gepackt, die Mehlspeise wartete essbereit auf dem Küchentisch, Cafer I. aber lag tot im Eingang seines Hauses in der Esterházygasse.

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Kronen Zeitung vom 8. August 2014

Die Wiener Polizei beschäftigt sich derzeit mit dem mysteriösen Tod eines 65- Jährigen. Cafar I. – Vater von sechs Kindern und elf Enkelkindern – starb auf einer Baustelle, die einmal sein Zuhause war. Der Wiener war der letzte Mieter eines Hauses, aus dem die anderen Bewohner längst geflohen waren.

Wieder und wieder hatte der Bausachverständige Kurt W. die Wiener Baubehörden auf die untragbaren Zustände im Haus in der Esterhazystraße informiert. “Mir ist schleierhaft, wie das alles bewilligt werden konnte. Dennoch hat die Baupolizei nichts unternommen, obwohl auch das Kellermauerwerk völlig durchnässt war”, schildert der Experte erschüttert.

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