Ein Mariahilfer Mietkrimi – Ein Mieter starb – die Nachbar_innen bewegen sich

Lisa Bolyos, Augustin – Die erste österreichische Boulevardzeitung vom 18.09.2014

In der Esterhazygasse in Mariahilf steht ein Haus, und das Haus soll saniert werden. Ein Mieter ist renitent genug, nicht auszuziehen. Ein paar Wochen später ist er tot. Ein Leben wird betrauert, ein Krimi beginnt: die Geschichte einer Nachbar_innenschaft.

Eigentlich sollte diese Geschichte Wolf Haas schreiben: Jetzt ist nämlich schon wieder was passiert. Und das, was da passiert ist, tönt mehr nach einem seichten Krimi im Immobilienmilieu. Oder nach dem Gründungsmythos einer Mietrechtsbewegung. Und ist doch keines von beiden, sondern: wahr.

Am 2. August wurde Cafer I., 65, langgedienter Mieter einer Wohnung im Haus Esterhazygasse 6 im 6. Wiener Gemeindebezirk, in eben diesem Haus tot aufgefunden – erschlagen oder erdrückt von Baugittern. Der Journalistin Anja Melzer ist zu verdanken, dass die Geschichte in der Tageszeitung «Der Standard» öffentlich gemacht wurde. Den Nachbar_innen ist zu verdanken, dass keine Ruhe einkehrt.

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