Aktuell

Am 02.08.2014 wurde Cafer I. in dem Haus tot aufgefunden, in welchem er über 30 Jahre eine Mietswohnung bewohnte. Er war der letzte Mieter im Haus, welches seit geraumer Zeit generalsaniert wird. Cafer I. weigerte sich auszuziehen, nun ist er tot und unter fragwürdigen Umständen aufgefunden worden.

„Auf Cafer I. sei immer wieder massiv Druck ausgeübt worden auszuziehen, schildern Nachbarn und Familie. Nicht nur auf ihn. Ehemalige Bewohner und der verbliebene Geschäftsmieter berichten von Schikanen: Telefonanschlüsse seien abgedreht, WC-Anlagen unangekündigt abgerissen worden.“ (DerStandard vom 12.08.2014)

Immer mehr Mieter_innen in Wien werden aus ihren angestammten Wohngegenden vertrieben, damit mehr Profit aus Wohnobjekten geschlagen werden kann. Mühlfeldgasse 12 und Bauernmarkt sind nur zwei von ca. 30 bekannten Fällen in Wien.

In Gedenken an Cafer I., dem letzten Mieter der Esterházygasse 6, wird am 03.09.2014 um 19.00 Uhr vor Ort von diversen Initiativen und Einzelpersonen aus dem Grätzel eine Mahnwache abgehalten.

Facebook: https://www.facebook.com/events/371557032992086/

oe24.at vom 17. August 2015

Wien: Freunde glauben an Mord. Die Polizei an Fahrlässigkeit.

Cafer I. (65), der seit 30 Jahren im Haus in der Esterházygasse wohnte, wollte seine Wohnung nicht aufgeben. Monatelange Verhandlungen mit dem Hausbesitzer, der die alten Wohnungen derzeit in Luxusappartements verwandeln lässt, scheiterten.

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oe24.at vom 15. August 2014

Der Tod eines 65-jährigen Mieters, der nicht weichen wollte, bleibt weiter rätselhaft.

Cafer I. war der letzte Mieter im Zinshaus in der Esterházygasse. Das Gebäude wird derzeit saniert, aus den Wohnungen sollen Luxus-Appartements werden. Cafer I. sollte wie alle anderen Mieter seine Wohnung, in der er seit 1984 lebte, verlassen. Seit mehr als einem Jahr liefen die Verhandlungen zwischen den Besitzern und Cafer I.

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Anja Melzer, Der Standard vom 12. August 2014

Ein Zinshaus in Mariahilf soll generalsaniert werden, die Bewohner mussten ausziehen. Einer weigerte sich. Nun wurde er tot aufgefunden – von Baugittern erdrückt

Wien – Die Samstage von Cafer I. hatten einen geregelten Ablauf: Erst holte er sich eine Topfengolatsche vom Bäcker, dann ging er in die Sauna. Am Samstag, dem 2. August, war die Sporttasche gepackt, die Mehlspeise wartete essbereit auf dem Küchentisch, Cafer I. aber lag tot im Eingang seines Hauses in der Esterházygasse.

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Kronen Zeitung vom 8. August 2014

Die Wiener Polizei beschäftigt sich derzeit mit dem mysteriösen Tod eines 65- Jährigen. Cafar I. – Vater von sechs Kindern und elf Enkelkindern – starb auf einer Baustelle, die einmal sein Zuhause war. Der Wiener war der letzte Mieter eines Hauses, aus dem die anderen Bewohner längst geflohen waren.

Wieder und wieder hatte der Bausachverständige Kurt W. die Wiener Baubehörden auf die untragbaren Zustände im Haus in der Esterhazystraße informiert. “Mir ist schleierhaft, wie das alles bewilligt werden konnte. Dennoch hat die Baupolizei nichts unternommen, obwohl auch das Kellermauerwerk völlig durchnässt war”, schildert der Experte erschüttert.

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